Der Sommer ist da mit all seinen wunderbaren Früchten. Wir haben eine regelrechte «Meertrübeli-Schwemme». Die zwei Büsche im Garten sind über und über voll mit Johannisbeeren. Jeden Morgen mache ich eine kleine Runde durch den Garten und lese einige Johannisbeeren für mein Frühstück ab. Da die Sträucher dieses Jahr aber so viele Beeren tragen, wollte ich damit unbedingt auch backen. So ist unter anderem ein sehr leckerer Cheesecake entstanden, wessen Rezept ich gerne an euch weiter gebe.
Die Säure der Beeren harmoniert wunderbar mit dem Cheesecake. Die Baiser Haube rundet das Ganze ab, gibt dem Cake eine schöne Süsse und sieht einfach fantastisch aus, findet ihr nicht auch?

Wichtig beim Backen ist, dass ihr euch genügend Zeit einplant. Der Cheesecake muss zwingend einen Tag im Voraus gebacken und über Nacht im Kühlschrank abgekühlt werden. Erst dann wird er fest.
Der Cheesecake schmeckt auch 1-2 Tage später immer noch ganz wunderbar und eignet sich so sehr gut auch zum Vorbereiten wenn man Gäste hat.


Ich habe den Kuchen zu einer Geburtstagsfeier mitgebracht und er wurde von allen gerühmt. Zwar ist er relativ mastig und nach einem reichen Nachtessen passt er kaum noch in den Bauch. Weil er aber sooo appetitlich ausschaut (und auch ist) haben dann doch alle davon gegessen und es nicht bereut.
Am besten serviert man diesen Cheesecake nachmittags zur Kaffeerunde, wenn alle einen leichten Hunger verspüren und viel Platz im Bauch ist.




So wird’s gemacht: Für den Teig alle Zutaten bis und mit Zitronenabrieb vermengen. Die Butter und Milch hinzufügen und von Hand zügig zu einem glatten Teig kneten. Ist der Teig zu trocken, kann noch etwas Milch hinzugefügt werden. Den Teig bis zur weiteren Verarbeitung in Klarsichtfolie eingepackt im Kühlschrank lagern. Für die Masse alle Zutaten bis und mit Butter in einer grossen Rührschüssel verrühren. Die Johannisbeeren waschen, trocknen und von den Stielen zupfen. Nun den Teig gleichmässig auf etwas Mehl auswallen und eine Springform von ca. 24 cm Durchmesser, deren Boden mit Backpapier belegt ist, damit auskleiden. Dabei den Teig am Rand 4-5 cm hoch mit den Fingern andrücken. Achtet darauf, dass der Teig an allen Stellen gleich dick und gleich hoch ist. Danach den Boden mit einer Gabel einstechen und den Ofen auf 180 Grad Ober- Unterhitze vorheizen. Die Quarkmasse auf den Boden geben und die Johannisbeeren gleichmässig darauf verteilen. Den Kuchen in den Ofen schieben und im unteren Drittel 55 Minuten backen. 10 Minuten bevor die Zeit erreicht ist, mit der Herstellung des Baisers beginnen. Dafür das Eiweiss und Salz mit der Küchenmaschine oder dem Mixer steif schlagen. Danach den Puderzucker dazu sieben und für 5- 8 Minuten auf hoher Stufe weiter schlagen. Das Baiser ist fertig, sobald die Spitzen in Form bleiben, wenn man den Schwingbesen hochhebt. Den Kuchen aus dem Ofen holen und die Temperatur auf 160 Grad reduzieren. Das Baiser entweder mit Hilfe eines Spritzbeutels mit Sterntülle (so wie ich es gemacht habe) vorsichtig aufspritzen. Oder die Masse mit dem Spachtel sachte auf dem Cheesecake verteilen. Dabei sollte der Rand frei gelassen werden. Nun den Kuchen zurück in den Ofen geben und für weitere 20 Minuten backen. Nach dieser Zeit den Ofen ausschalten, in die Türe eine Holzkelle klemmen, und den Kuchen darin vollständig auskühlen lassen. Danach den Kuchen zugedeckt im Kühlschrank über Nacht fest werden lassen. Am nächsten Tag den Kuchen aus der Form holen, auf ein Kuchenteller geben mit einigen frischen Johannisbeeren garnieren und geniessen.
Zutaten
So wird's gemacht

Sind deine Johannisbeeren bereits abgelesen oder hast du gar keine im Garten, dann kann dieser Cheesecake auch mit Himbeeren oder Brombeeren zubereitet werden.
Ich wünsche euch auf alle Fälle viel Spass beim Backen, natürlich einen guten Genuss und einen wunderschönen Sommer.
Herzliche Grüsse
Gabriela
www.gwie.ch

